Lederpflege leicht gemacht

Leder ist natürlich, langlebig und anpassungsfähig: Kein Wunder, gehört es schon seit Menschengedenken zu den wichtigsten Gebrauchsmaterialen – schon Ötzi trug eine Art Lederhose!

Während in der Textilindustrie neue Technologien und Verarbeitungsmethoden immer wieder für ganz neue Materialen sorgen, bleibt das Naturmaterial Leder sowohl in der Mode, wie auch Sachen Pflegebedarf relativ beständig.

Hier die gängigsten fünf Lederarten, und wie man diese jeweils ideal pflegt:

Glattleder
Eine neutrale, feuchtigkeitsspendende Pflegecreme, ein weicher Lappen zum Einarbeiten der Pflege und eine weiche Bürste zum Glänzen: Das genügt in der Regel bei Glattleder. Eine passende Imprägnierung schützt vor Feuchtigkeit und Flecken jeder Art. Kleine Blessuren lassen sich an dunklem Leder auch mit einem wasserfesten Filzstift korrigieren – aber bitte zuerst an unauffälliger Stelle prüfen!

Nubukleder
Der kleine Bruder des Wildleders kommt etwas feiner daher und zeigt gerne mal Wischspuren auf, wenn man mit dem Finger darüberfährt. Nubukleder mag Öle und Fette überhaupt nicht; also besonders bei Handtaschen darauf achten, dass man sie nicht mit frisch eingecremten Händen anfasst. Eine weiche Bürste macht dieses zarte Leder dafür schnell wieder frisch; Flecken aber lieber vom Profi behandeln lassen.

Wildleder
Erstaunlich rüstig und eine der Lederarten, die am schönsten «verwittert» mit dem Tragen – und trotzdem kann Wildleder im Gebrauch relativ empfindlich sein. Je heller seine Farbe, desto sorgfältiger sollte man mit ihm umgehen. Spezielle Wildlederbürsten, die auf einer Seite sanfte Rillen aus Gummi haben und auf der anderen eine weiche Bürste sind für dessen Pflege ideal, und hier ist ein ausreichender Schutz gegen Nässe wirklich wichtig, also Wildlederstücke regelmässig neu imprägnieren.






Lackleder
Dank dem Hochglanz-Finish ist Lackleder erstaunlich unempfindlich gegen Witterung und Feuchte – dafür muss man ihm regelmässig Feuchtigkeit schenken, damit es nicht zu Brüchen in der Lederstruktur kommt, die sich als feine, matte Linien auf dem Produkt zeigen. Kratzer in Lackleder lassen sich mit etwas Lederpflege und einem weichen Tuch oft auspolieren... und generell mag dieses eher trockene Leder eine regelmässige Pflege, um es weich und geschmeidig zu halten. Wichtigster Tipp: Schuhspanner verwenden, damit sich Fältchen nicht weiter im Material einarbeiten können.

Exotische Leder (Fischhautleder, Straussenleder, Reptilienleder)
In der Regel verfügen exotische Ledersorgen dank ihrer prägnanten Strukturierung über einen ziemlich guten Eigenschutz gegen Kratzer und Flecken: Sanft imprägniert und bei Verschmutzung mit einem weichen Tuch abgerieben sollten diese Highlights lange Freude machen. Bei stark strukturiertem Leder lassen sich Verunreinigungen auch mit einem weichen Radiergummi entfernen, und diese raffinierten Accessoires mögen keine überheizten Räume, also lieber im kühlen Flur (oder gar im Keller) aufbewahren, wenn sie gerade nicht getragen werden.

Egal, ob Sie nun Ihre Lederschuhe, eine Handtasche oder eine Lederjacke pflegen: Schenken Sie Ihrem Lieblings-Accessoire regelmässig ein wenig Aufmerksamkeit und eine angepasste Pflege. So werden Sie noch lange Freude daran haben!


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